Häufig gestellte Fragen zu Bettwanzen

Wie bekommt man Bettwanzen?

Bettwanzen kommen ursprünglich aus Asien und dem mittleren Osten und sind heute hauptsächlich in Nordamerika und Europa verbreitet. Die häufigsten Übertragungswege für Bettwanzen sind:

  • Koffer und sonstiges Reisegepäck, das aus befallenen Hotels, Pensionen und Herbergen mitgebracht wurde
  • Möbel, insbesondere Polstermöbel und Betten, die gebraucht gekauft wurden, oder auch neue, die mit Möbelwagen zugestellt wurden
  • Bücher aus Leihbibliotheken oder Antiquariaten
  • Balken, Bretter und anderes Material, das von Abrissen stammt.

Bettwanzen können in Gebäuden aktiv von einer Wohnung in die andere gelangen. Dabei nehmen sie Wege durch Mauerritzen und -spalten (z.B. an Durchtrittsstellen von Leitungsrohren, insbesondere von Warmwasserleitungen), über das Treppenhaus, durch Luftschächte, Kamine, Müllschlucker und ähnliches. Während der warmen Sommermonate klettern sie auch an der Außenwand des Hauses entlang und durch offene Fenster.

Von einem Gebäude zum anderen verbreiten sich Bettwanzen immer passiv. Das heißt, sowohl die Tiere selbst als auch ihre angekitteten Eier können mit allen möglichen Gebrauchsgegenständen weitergetragen werden, zumal sie gegen Nahrungsmangel, Kälte und andere ungünstige Einflüsse sehr widerstandsfähig sind. Sie können außerdem durch offene Fenster gelangen, wenn befallene Gegenstände (wie Matratzen, Spiegel oder Bilder) am Fenster einer höher gelegenen Wohnung abgeklopft oder abgebürstet werden.

Eine ganz besonders wichtige Rolle für die Ausbreitung der Wanzen spielt der Wohnungswechsel, der oft gerade wegen des Ungeziefers durchgeführt wird. Wurde die alte befallene Wohnung vor dem Auszug nicht mitsamt dem Hausrat oder das Umzugsgut während des Transportes nicht fachmännisch behandelt, kann ein Teil der Schädlinge mit in die neue Wohnung gelangen. Auch im Möbelwagen können sich die Wanzen festsetzen und so das Hab und Gut anderer befallen.

Wie sehen Bettwanzen aus?

Die Bettwanze hat einen stark abgeplatteten Körper. Bei den ausgewachsenen Tieren ist die fast überall mäßig stark mit Borsten besetzte Haut rotbraun gefärbt. Die Beine und Fühler erscheinen heller. Von den Vorderflügeln sind nur noch kleine, schuppenförmige Gebilde übriggeblieben. Die Hinterflügel fehlen ganz.

Bei den Weibchen schwankt die Körperlänge zwischen 4,5 und 8,5 mm und die Breite zwischen 2,7 und 3,7 mm. Die Männchen sind in der Regel etwas kleiner und schlanker geformt. Bei ihnen beträgt die Länge 4 bis 6,5 mm und die Breite 2,2 bis 3,2 mm.

Der Stechrüssel, der in der Ruhelage zur Bauchseite hin zurückgeschlagen ist und aus vier Gliedern besteht, ist schon mit bloßem Auge zu erkennen.

Wie entwickeln sich Bettwanzen?

Die Zahl der Eier, die ein Wanzenweibchen im Laufe seines Lebens legen kann, liegt zwischen 100 und 200. Die Dauer der Larvenentwicklung hängt abgesehen von der Temperatur am meisten von der Ernährung ab, denn es kann keine Häutung und damit auch keine Weiterentwicklung erfolgen, solange das Tier keine Gelegenheit zum Vollsaugen hat. Wenn diese Gelegenheit ständig vorhanden ist, beträgt die Dauer der gesamten Larvenzeit im Durchschnitt rund 40 Tage. Je wärmer es ist, desto kürzer ist das Entwicklungsstadium. Die Generationendauer der Bettwanze vom frisch gelegten Ei bis zum legereifen Weibchen beträgt im ständig benutzten Schlafzimmer bei normaler Temperatur also etwa 2 Monate. Im Sommer kann sich diese Zeit auf einen Monat verkürzen. Bei Temperaturen unter 15°C (etwa in ungeheizten Zimmern im Winter) findet praktisch keine Entwicklung statt.

 

Die Lebensdauer ausreichend ernährter erwachsener Tiere beträgt bei 18-20°C im Durchschnitt 3/4 Jahre, im Höchstfall 1 1/2 Jahre.

Können Bettwanzen springen oder fliegen?

Nein, können sie nicht. Aber Bettwanzen können bis zu 1,25m pro Minute laufen und sind gute Kletterer, wenn sie Nahrung suchen. Zudem flüchten die Weibchen nach der Paarung von den Männchen aus Ihrer angestammten Fuge (Spalte) und suchen sich neue Verstecke.

Welche Spuren hinterlassen Bettwanzen?

Bettwanzen erkennt man vor allem an Blut- und Kotspuren. Da die Bettwanzen mehr Nahrung aufnehmen, als sie verdauen können, scheiden sie schon auf dem Weg zu ihren Verstecken teilweise unverdautes Blut aus, das auf Leintüchern wie eine kleine Blutspur aussieht. In den Verstecken selbst ist der Kot dann gehäuft zu finden und sieht aus wie kleine, erhabene Punkte.

Wo leben Bettwanzen?

Bettwanzen sind Meister im Verstecken. Bei der Suche können Sie auf folgende Merkmale der Schlupfwinkel achten, um die Wanzen zu finden:

  1. Wegen der schlechteren Wärmeleitung sitzen Wanzen lieber auf Holz und Papier als auf Metall und Steinen. Auf den meisten Textilstoffen halten sie sich nicht gern auf, weil ihnen die Oberflächenbeschaffenheit das Laufen erschwert.
  2. Wanzen lassen sich bei der Auswahl ihrer Schlupfwinkel nicht allein von ihrer Scheu vor Licht, sondern auch von ihrer Thigmotaxis leiten. Das bedeutet, dass sie gern in so enge Spalten hineinkriechen, dass sie auch an ihrer Rückenseite die Berührung mit festen Stoffen fühlen.
  3. Wie fast alle Insekten hat auch eine offen an senkrechter Fläche sitzende Wanze das Bestreben, nach oben zu laufen, bis sich eine geeignete Unterschlupfmöglichkeit findet. Darum entdeckt man die Tiere und ihre Brutstätten besonders häufig in den oberen Partien des Raumes (z.B. hinter Tapetenleisten).
  4. Warme und trockene Stellen werden von der Wanze bevorzugt.
  5. Sie können auch den Spuren des unverdauten Blutes folgen, das die Wanzen nach der Nahrungsaufnahme ausscheiden und auf Leintüchern hinterlassen. In den Verstecken selbst ist der Kot dann gehäuft und sieht aus wie erhabene Punkte.

 

Die Wanze wandert nach erfolgtem Stech-Saug-Akt immer wieder auf dem gleichen Weg zum immer gleichen Versteck zurück, wenn nicht irgendetwas Besonderes sie daran hindert. Auch dann, wenn dieses Versteck nur nach längerer Wanderung oder auf Umwegen zu erreichen ist. Diese der Bettwanze eigene Gewohnheit, ihrem Schlupfwinkel treu zu bleiben, gibt uns auch eine Erklärung dafür, dass sich eine Plage gewöhnlich erst mehrere Tage oder Wochen nach dem Einzug in eine Wohnung bemerkbar macht.

Sind Bettwanzen nachtaktiv?

Bettwanzen können zu jeder Tages- und Nachtzeit herauskommen, bevorzugen aber die Nacht. Das hat den Vorteil, dass eine Ist-Analyse des Befalls jederzeit stattfinden kann. Mussten die Wanzen jedoch längere Zeit ohne Nahrung auskommen, suchen sie quasi ununterbrochen nach einem neuen Wirt.

Wie lange kommen Bettwanzen ohne Nahrung aus?

Bettwanzen können sehr lange (bis zu neun Monate) ohne Nahrung auskommen. Ein Aushungern oder „Aussitzen“ des Befalls ist also nicht möglich, da die Wanzen auch widrige Umstände lange überleben können.

Wie erkennt man den Biss einer Bettwanze?

Der Biss einer Wanze ruft bei den meisten Menschen entweder sofort oder nach einiger Zeit (bis zu 7 Tage später) eine meistens stark juckende Quaddel hervor. In einigen Fällen sind als Folgen von Bettwanzenstichen stärkere Hautentzündungen, Störungen des Allgemeinbefindens, Beeinträchtigung des Sehvermögens und auch allergische Reaktionen beobachtet worden.

Meist werden ganze Straßen von Bettwanzenbissen auf der Haut sichtbar. Dies ist charakteristisch für Bettwanzen, da sie immer mehrere Stiche setzen, um ein passendes Blutgefäß zu erwischen. Man findet bei Bettwanzenbissen oft auch Blutspuren an der Bettwäsche, da bei einem Bettwanzenbiss ein Tropfen Blut austritt und dieser durch Drehbewegungen in der Nacht verteilt wird.

Ist der Biss einer Bettwanze gefährlich?

Generell ist der Biss einer Bettwanze vergleichbar mit anderen Insektenstichen und nicht lebensgefährlich. Bettwanzen können aber durchaus Krankheiten übertragen. Insgesamt konnten bisher 28 verschiedene Krankheitserreger in den Bettwanzen nachgewiesen, unter anderem auch das Hepatitis B-, das Hepatitis C- und das HI-Virus. Insbesondere gelten Wanzen als Überträger des Q-Fiebers. Für eine Übertragung von anderen Krankheiten wie Hepatitis B, Hepatitis C und HIV fehlen jedoch wissenschaftliche Belege.

Wie behandle ich einen Bettwanzen-Biss?

Bettwanzen-Bisse können stark jucken, ähnlich wie Gelsenstiche. Vermeiden Sie das Aufkratzen der Haut, da sonst Schmutz und Bakterien in die Wunde gelangen können. Sollte sich die Bissstelle dennoch entzünden, wenden Sie sich bitte umgehend an einen Arzt (Allgemein- oder Hautarzt).

 

Bewährte Hausmittel gegen den Juckreiz:

  • Kühlen der Einstichstellen (zum Beispiel mit Eiswürfeln)
  • Waschen Sie die Bissstelle mit milder Seife und lassen Sie den Seifenschaum auf der Haut, bis er antrocknet. Spätestens dann lässt der Juckreiz deutlich nach.
  • Aus Backnatron und Wasser können Sie eine Paste herstellen und auf die Bissstelle auftragen. Die Paste trocknet auf der Haut im Verlauf von ein bis drei Stunden immer weiter durch und saugt dabei den Juckreiz sozusagen in sich auf. Waschen Sie die Paste anschließend mit warmem Wasser ab.
  • Johanneskraut, Zitronensaft und Zaubernuss enthalten sogenannte Adstringente, die dazu führen, dass sich die Poren zusammenziehen. Mit einem Wattebausch können Sie die Haut an den betroffenen Stellen betupfen, um so durch Austrocknung den Juckreiz zu eliminieren.
  • Durch das Auflegen der frischen Schnittstelle einer halbierten Zwiebel verschwindet der Juckreiz ebenfalls.
  • Bewährte Mittel aus der Drogerie oder Apotheke sind Teebaum- und Lavendelöle, die den Juckreiz lindern und ein stärkeres Anschwellen verhindern.
Welche wirksamen Mittel gibt es gegen Bettwanzen?

Herkömmliche Pestizide (z.B. diverse Sprays aus Apotheken oder Baumärkten) helfen nicht gegen Bettwanzen, da sie dagegen resistent sind. Außerdem ist es fast unmöglich, den kompletten Befall damit zu erwischen. Deshalb sollten Sie die Bettwanzenbekämpfung von einem Profi durchführen lassen.

SMARTHYGIENE setzt insbesondere auf die sogenannte „thermische Bekämpfung“: Sie lässt sich mit geringen Nebenwirkungen durchführen, da alle Lebensstadien der Bettwanze bei einer Temperatur von 45°C nach 30 Minuten absterben.

Für die sogenannte „Wärmeentwesung“ wird die Zimmertemperatur in der Regel über eineinhalb Tage auf ca. 55-65 °C erhöht, damit die kritische Temperatur auch in allen Nischen, Vertiefungen und Spalten erreicht wird. Auch das Waschen von Textilien bei Temperaturen von über 45 °C tötet Wanzen und Eier. Alternativ können Kleidung und Bettwäsche im Tiefkühlschrank mindestens 36 Stunden lang Temperaturen von wenigstens −17 °C ausgesetzt werden, um Wanzen und Eier zu töten.

Eine Alternative ist die „chemische Behandlung“. Sie setzt ein sehr genaues und detailreiches Konzept voraus, das Insektizide, Entwicklungshemmer und Stäube umfasst. Auch hier gilt: Unbedingt den Profi ranlassen!

Wer bezahlt eine professionelle Bettwanzenbeseitigung?

In der Regel sind die Kosten selbst zu tragen. In manchen Wohngenossenschaften oder Heimen gibt es auch vertragliche Vereinbarungen für die Beseitigung von Schädlingen. Wenden Sie sich dazu am besten an Ihren Vermieter.

Gibt es Hausmittel oder Gerüche gegen Bettwanzen?

Nein, die gibt es nicht, jedenfalls keine wirksamen.

Kann ich Bettwanzen selbst bekämpfen?

Das ist nahezu unmöglich. Bettwanzen sind sehr klein und können sich nahezu überall verstecken (siehe: Wo leben Bettwanzen?). Ohne eine vollumfängliche Bekämpfung (siehe: Welche wirksamen Mittel gibt es gegen Bettwanzen?) ist die Gefahr, dass Teile der Population überleben, sehr hoch.

Kann ich Bettwanzen mit einem Dampfreiniger oder Wäschetrockner bekämpfen?

Im Prinzip ja, da sie bei einer Temperatur von 45°C nach 30 Minuten absterben. Allerdings verstecken sich die Bettwanzen gern in sehr engen, kleinen Ritzen (siehe: Wo leben Bettwanzen?). Dorthin gelangt kein Dampfreiniger oder Wäschetrockner.

Kann man Bettwanzen mit einem Klebeband fangen?

Ja, allerdings kann man damit nur feststellen, dass es einen Bettwanzenbefall gibt. Erfolgreich bekämpfen kann man sie damit nicht.

Ich habe in meinem Hotel Bettwanzen gefunden. Was kann ich tun?

Grundsätzlich lässt sich gegen den Befall im Hotelzimmer nichts unternehmen. Da das Risiko, dass die Bettwanzen über Koffer und Gepäck „mitwandern“, aber sehr hoch ist, sollten Sie alle Elektrogeräte aus dem Zimmer entfernen und Ihr Gepäck entweder mindestens 36 Stunden in eine Gefriertruhe oder ca. 30 Minuten lang in die Sauna geben (siehe: Welche wirksamen Mittel gibt es gegen Bettwanzen?). Das tötet eventuell festgesetzte Wanzen zuverlässig ab.

Können Bettwanzen auch Hunde oder Katzen befallen?

Bettwanzen sind Blutsauger und suchen ihre Nahrung vorzugsweise beim Menschen. In Ausnahmesituationen befallen sie aber auch andere Warmblüter wie Katzen, Hunde, Fledermäuse und Vögel.

Die Bettwanzen sind auch nach dem Kammerjäger noch da!

Das kann vorkommen, wenn das Unternehmen “nur” eine sogenannte „chemische Behandlung“ durchgeführt hat. Da bei einer chemischen Behandlung die eingesetzten Mittel nicht sofort wirken, kann in der Zwischenzeit noch eine Vermehrung stattfinden. SMARTHYGIENE rät deshalb in jedem Fall zu einer thermischen Behandlung.

» Hotline: 0800 20 30 88

Der Kammerjäger / Schädlingsbekämpfer vor Ort – österreichweit