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Häufig gestellte Fragen zu Bettwanzen
Wie bekommt man Bettwanzen?
- Koffer und sonstiges Reisegepäck, das aus befallenen Hotels, Pensionen und Herbergen mitgebracht wurde
- Möbel, insbesondere Polstermöbel und Betten, die gebraucht gekauft wurden, oder auch neue, die mit Möbelwagen zugestellt wurden
- Bücher aus Leihbibliotheken oder Antiquariaten
- Balken, Bretter und anderes Material, das von Abrissen stammt.
Bettwanzen können in Gebäuden aktiv von einer Wohnung in die andere gelangen. Dabei nehmen sie Wege durch Mauerritzen und -spalten (z.B. an Durchtrittsstellen von Leitungsrohren, insbesondere von Warmwasserleitungen), über das Treppenhaus, durch Luftschächte, Kamine, Müllschlucker und ähnliches. Während der warmen Sommermonate klettern sie auch an der Außenwand des Hauses entlang und durch offene Fenster.
Von einem Gebäude zum anderen verbreiten sich Bettwanzen immer passiv. Das heißt, sowohl die Tiere selbst als auch ihre angekitteten Eier können mit allen möglichen Gebrauchsgegenständen weitergetragen werden, zumal sie gegen Nahrungsmangel, Kälte und andere ungünstige Einflüsse sehr widerstandsfähig sind. Sie können außerdem durch offene Fenster gelangen, wenn befallene Gegenstände (wie Matratzen, Spiegel oder Bilder) am Fenster einer höher gelegenen Wohnung abgeklopft oder abgebürstet werden.
Eine ganz besonders wichtige Rolle für die Ausbreitung der Wanzen spielt der Wohnungswechsel, der oft gerade wegen des Ungeziefers durchgeführt wird. Wurde die alte befallene Wohnung vor dem Auszug nicht mitsamt dem Hausrat oder das Umzugsgut während des Transportes nicht fachmännisch behandelt, kann ein Teil der Schädlinge mit in die neue Wohnung gelangen. Auch im Möbelwagen können sich die Wanzen festsetzen und so das Hab und Gut anderer befallen.
Wie sehen Bettwanzen aus?
Die Bettwanze hat einen stark abgeplatteten Körper. Bei den ausgewachsenen Tieren ist die fast überall mäßig stark mit Borsten besetzte Haut rotbraun gefärbt. Die Beine und Fühler erscheinen heller. Von den Vorderflügeln sind nur noch kleine, schuppenförmige Gebilde übriggeblieben. Die Hinterflügel fehlen ganz.
Bei den Weibchen schwankt die Körperlänge zwischen 4,5 und 8,5 mm und die Breite zwischen 2,7 und 3,7 mm. Die Männchen sind in der Regel etwas kleiner und schlanker geformt. Bei ihnen beträgt die Länge 4 bis 6,5 mm und die Breite 2,2 bis 3,2 mm.
Der Stechrüssel, der in der Ruhelage zur Bauchseite hin zurückgeschlagen ist und aus vier Gliedern besteht, ist schon mit bloßem Auge zu erkennen.

Wie entwickeln sich Bettwanzen?
Die Lebensdauer ausreichend ernährter erwachsener Tiere beträgt bei 18-20°C im Durchschnitt 3/4 Jahre, im Höchstfall 1 1/2 Jahre.
Können Bettwanzen springen oder fliegen?
Welche Spuren hinterlassen Bettwanzen?
Bettwanzen erkennt man vor allem an Blut- und Kotspuren. Da die Bettwanzen mehr Nahrung aufnehmen, als sie verdauen können, scheiden sie schon auf dem Weg zu ihren Verstecken teilweise unverdautes Blut aus, das auf Leintüchern wie eine kleine Blutspur aussieht. In den Verstecken selbst ist der Kot dann gehäuft zu finden und sieht aus wie kleine, erhabene Punkte. (siehe: Bettwanzen Früherkennung durch DNA-Test)
Wo leben Bettwanzen?
- Wegen der schlechteren Wärmeleitung sitzen Wanzen lieber auf Holz und Papier als auf Metall und Steinen. Auf den meisten Textilstoffen halten sie sich nicht gern auf, weil ihnen die Oberflächenbeschaffenheit das Laufen erschwert.
- Wanzen lassen sich bei der Auswahl ihrer Schlupfwinkel nicht allein von ihrer Scheu vor Licht, sondern auch von ihrer Thigmotaxis leiten. Das bedeutet, dass sie gern in so enge Spalten hineinkriechen, dass sie auch an ihrer Rückenseite die Berührung mit festen Stoffen fühlen.
- Wie fast alle Insekten hat auch eine offen an senkrechter Fläche sitzende Wanze das Bestreben, nach oben zu laufen, bis sich eine geeignete Unterschlupfmöglichkeit findet. Darum entdeckt man die Tiere und ihre Brutstätten besonders häufig in den oberen Partien des Raumes (z.B. hinter Tapetenleisten).
- Warme und trockene Stellen werden von der Wanze bevorzugt.
- Sie können auch den Spuren des unverdauten Blutes folgen, das die Wanzen nach der Nahrungsaufnahme ausscheiden und auf Leintüchern hinterlassen. In den Verstecken selbst ist der Kot dann gehäuft und sieht aus wie erhabene Punkte.
Die Wanze wandert nach erfolgtem Stech-Saug-Akt immer wieder auf dem gleichen Weg zum immer gleichen Versteck zurück, wenn nicht irgendetwas Besonderes sie daran hindert. Auch dann, wenn dieses Versteck nur nach längerer Wanderung oder auf Umwegen zu erreichen ist. Diese der Bettwanze eigene Gewohnheit, ihrem Schlupfwinkel treu zu bleiben, gibt uns auch eine Erklärung dafür, dass sich eine Plage gewöhnlich erst mehrere Tage oder Wochen nach dem Einzug in eine Wohnung bemerkbar macht.
Sind Bettwanzen nachtaktiv?
Bettwanzen können zu jeder Tages- und Nachtzeit herauskommen, bevorzugen aber die Nacht. Das hat den Vorteil, dass eine Ist-Analyse des Befalls jederzeit stattfinden kann. Mussten die Wanzen jedoch längere Zeit ohne Nahrung auskommen, suchen sie quasi ununterbrochen nach einem neuen Wirt.
Wie lange kommen Bettwanzen ohne Nahrung aus?
Bettwanzen können sehr lange (bis zu neun Monate) ohne Nahrung auskommen. Ein Aushungern oder „Aussitzen“ des Befalls ist also nicht möglich, da die Wanzen auch widrige Umstände lange überleben können.
Wie erkennt man den Biss der Bettwanze?
Der Biss einer Wanze ruft bei den meisten Menschen entweder sofort oder nach einiger Zeit (bis zu 7 Tage später) eine meistens stark juckende Quaddel hervor. In einigen Fällen sind als Folgen von Bettwanzenstichen stärkere Hautentzündungen, Störungen des Allgemeinbefindens, Beeinträchtigung des Sehvermögens und auch allergische Reaktionen beobachtet worden.
Meist werden ganze Straßen von Bettwanzenbissen auf der Haut sichtbar. Dies ist charakteristisch für Bettwanzen, da sie immer mehrere Stiche setzen, um ein passendes Blutgefäß zu erwischen. Man findet bei Bettwanzenbissen oft auch Blutspuren an der Bettwäsche, da bei einem Bettwanzenbiss ein Tropfen Blut austritt und dieser durch Drehbewegungen in der Nacht verteilt wird.
Ist der Biss der Bettwanze gefährlich?
Bettwanzenbisse sind in der Regel nicht gefährlich, können jedoch unangenehme Hautreaktionen verursachen. Typisch sind gerötete, juckende Stellen, wobei die Reaktion von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich ausfallen kann.
Nach aktuellem wissenschaftlichem Kenntnisstand gelten Bettwanzen nicht als Überträger von Krankheiten auf den Menschen. Durch starkes Kratzen können sich die betroffenen Hautstellen jedoch entzünden. In seltenen Fällen sind auch stärkere allergische Reaktionen möglich.
Bei starken Schwellungen, Entzündungen oder anderen ungewöhnlichen Beschwerden sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Wie behandle ich einen Bettwanzenbiss?
Bettwanzenbisse heilen in den meisten Fällen von selbst ab. Wichtig ist, die betroffenen Hautstellen möglichst nicht aufzukratzen, da dadurch Bakterien in die Haut gelangen und Entzündungen entstehen können.
Gegen den Juckreiz kann es helfen, die betroffenen Stellen zu kühlen und sauber zu halten. Bei stärkeren Hautreaktionen können geeignete Mittel aus der Apotheke hilfreich sein – lassen Sie sich dazu ärztlich oder in der Apotheke beraten.
Bei starken Schwellungen, Entzündungen, allergischen Reaktionen oder einer Verschlechterung des Allgemeinbefindens sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Welche wirksamen Mitteln gibt es gegen Bettwanzen?
Bettwanzen lassen sich besonders schwer bekämpfen, da sie sich in kleinsten Ritzen und Spalten verstecken und gegen verschiedene Wirkstoffe Resistenzen entwickelt haben. Einzelne Sprays oder Hausmittel reichen deshalb bei einem bestehenden Befall in der Regel nicht aus.
Besonders wirksam ist eine professionell durchgeführte thermische Behandlung, bei der nicht nur einzelne sichtbare Bettwanzen, sondern auch versteckte Entwicklungsstadien erreicht werden. Entscheidend ist, dass die erforderliche Temperatur auch in Ritzen, Möbeln und anderen Verstecken zuverlässig erreicht und ausreichend lange gehalten wird.
Je nach Befallssituation können auch Kombinationsverfahren aus thermischen, mechanischen und geeigneten weiteren Bekämpfungsmaßnahmen eingesetzt werden. Smart Hygiene legt die geeignete Vorgehensweise nach Besichtigung und Beurteilung des Befalls individuell fest.
Waschbare Textilien können zusätzlich entsprechend den Pflegehinweisen bei ausreichend hoher Temperatur behandelt oder in einem geeigneten Wäschetrockner erhitzt werden. Für andere Gegenstände sollte die Behandlung mit dem Schädlingsbekämpfer abgestimmt werden.
Wer bezahlt eine professionelle Bettwanzenbeseitigung?
In der Regel sind die Kosten selbst zu tragen. In manchen Wohngenossenschaften oder Heimen gibt es auch vertragliche Vereinbarungen für die Beseitigung von Schädlingen. Wenden Sie sich dazu am besten an Ihren Vermieter.
Gibt es Hausmittel oder Gerüche gegen Bettwanzen?
Nein, die gibt es nicht, jedenfalls keine wirksamen.
Kann ich Bettwanzen selbst bekämpfen?
Ein bestehender Bettwanzenbefall lässt sich in Eigenregie nur schwer vollständig beseitigen. Bettwanzen verstecken sich in kleinsten Ritzen, Möbeln, Bettrahmen und anderen schwer zugänglichen Bereichen. Werden einzelne Tiere oder Entwicklungsstadien übersehen, kann sich der Befall erneut ausbreiten.
Einzelne Maßnahmen wie gründliches Staubsaugen, die Behandlung geeigneter Textilien mit Hitze oder das Abdichten von Ritzen können eine professionelle Bekämpfung unterstützen. Bei einem bestätigten Befall empfiehlt sich jedoch eine fachgerechte Analyse und ein auf die Situation abgestimmtes Bekämpfungskonzept.
Kann ich Bettwanzen mit einem Dampfreiniger oder Wäschetrockner bekämpfen?
Hitze kann Bettwanzen und ihre Entwicklungsstadien abtöten. Ein geeigneter Wäschetrockner kann deshalb für hitzebeständige Kleidung, Bettwäsche und andere Textilien eine sinnvolle unterstützende Maßnahme sein.
Auch professionelle Dampfgeräte können bei bestimmten Oberflächen, Ritzen und Möbeln eingesetzt werden. Eine vollständige Bekämpfung eines Befalls allein mit Dampfreiniger oder Wäschetrockner ist jedoch schwierig, da Bettwanzen häufig tief in schwer erreichbaren Verstecken sitzen.
Bei einem größeren oder bereits länger bestehenden Befall sollte daher eine professionelle Bettwanzenbekämpfung erfolgen.
Kann man Bettwanzen mit einem Klebeband fangen?
Ja, allerdings kann man damit nur feststellen, dass es einen Bettwanzenbefall gibt. Erfolgreich bekämpfen kann man sie damit nicht.
Ich habe im Hotel Bettwanzen gefunden. Was kann ich tun?
Informieren Sie umgehend das Hotelpersonal und vermeiden Sie es, Gepäck oder Kleidung ungeschützt in andere Zimmer oder Bereiche zu bringen. Bettwanzen können sich in Koffern, Taschen und Kleidungsstücken verstecken und so weitertransportiert werden.
Bewahren Sie verdächtige Kleidung und Gegenstände möglichst verschlossen in Kunststoffbeuteln auf. Wasch- und trocknergeeignete Textilien können entsprechend den Pflegehinweisen mit ausreichend hoher Temperatur behandelt werden.
Nach der Heimkehr sollten Gepäck und Kleidung sorgfältig kontrolliert werden. Besteht der Verdacht, dass Bettwanzen mit nach Hause gebracht wurden, empfiehlt sich eine frühzeitige professionelle Kontrolle, bevor sich ein Befall ausbreitet.
Können Bettwanzen auch Hunde und Katzen befallen?
Bettwanzen sind Blutsauger und suchen ihre Nahrung vorzugsweise beim Menschen. In Ausnahmesituationen befallen sie aber auch andere Warmblüter wie Katzen, Hunde, Fledermäuse und Vögel.
Die Bettwanzen sind auch nach dem Kammerjäger noch da?
Das kann vorkommen und bedeutet nicht automatisch, dass eine Behandlung erfolglos war. Je nach eingesetztem Verfahren können noch einzelne Bettwanzen sichtbar werden oder weitere Behandlungsschritte erforderlich sein.
Deshalb sind eine fachgerechte Nachkontrolle und – abhängig vom gewählten Bekämpfungsverfahren – gegebenenfalls weitere Behandlungstermine wichtig. Smart Hygiene stimmt das Vorgehen auf die Befallssituation und die örtlichen Gegebenheiten ab.